Hauptorgel Stadtkirche, CH-Biel

Eine neue Orgel soll in der Stadtkirche, einer spätgotischen Basilika, einen neuen musikalischen und räumlichen Akzent setzen. Als abstrakte, schlanke Vertikalvolumen stehen vier Orgelgehäuse asymmetrisch auf einem verbindenden Sockel. Einerseits werden dadurch die vertikale Raumwirkung des Hauptschiffs und die Asymmetrie der Westwand hervorgehoben. Andererseits verzichtet der Entwurf auf historisierende Elemente und nimmt stattdessen — durch eine sensible Materialisierung in gebeizter Eiche und Weissgold — Bezüge zum sakralen Umraum auf. Die bisher verdeckte Fensterrosette wird wieder sichtbar gemacht und umspielt das Instrument mit farbigem Licht.

Bild von der Seite „Hauptorgel Stadtkirche“
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In der Gestaltung verbinden sich die zurückhaltende Schlichtheit moderner Ästhetik mit den Anforderungen und Materialien des traditionellen Orgelbaus. Auch im klanglichen Programm wird eine Synthese von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gesucht. Disposition und Intonation werden hauptgewichtig in der barocken Tradition um J.S. Bach gestaltet sein. Um aber auch den heutigen Ansprüchen an eine möglichst vielfältige Musizier- und Unterrichtspraxis genügen zu können, sind zudem die wichtigsten Register für die romantische Musik vorhanden. In die Zukunft weist der erstmalige Einbau eines Teilwerkes mit dynamischer Klanggebung, womit sich völlig neue Klänge und Effekte erzeugen lassen werden.

Bild von der Seite „Hauptorgel Stadtkirche“
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Info

  • Bearbeitung: 2006
  • Bauherrschaft: Ev.-Reformierte Gesamtkirchengemeinde Biel

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